Vorsorgeauftrag

8. August 2018
Alzheimer, Altersdemenz aber auch Unfälle können zu einer (vorübergehenden) Urteilsfähigkeit führen. Mit einem Vorsorgeauftrag können sie heute bestimmen, wer später einmal an ihrer Stelle und in ihrem Sinn ihre Geschäfte (Rechnungen, Steuern usw.) erledigen soll.

Der Vorsorgeauftrag ist ein höchstpersönliches Dokument – niemand kann ihn für Sie verfassen. Sie können deshalb kein vorgefertigtes Muster aus dem Internet herunterladen und einfach unterschreiben. Sie müssen den ganzen Auftrag von A bis Z von Hand schreiben, ihn datieren und unterzeichnen. Eine andere Möglichkeit wäre, den Auftrag auf dem Computer zu schreiben und ihn danach öffentlich beurkunden zu lassen. Der Vorsorgeauftrag tritt erst in Kraft, wenn sie ihre Angelegenheiten nicht mehr selber regeln können.

Wer eignet sich als Vorsorgebeauftragter? Die Person muss ihr volles Vertrauen geniessen, da diese Person ihre Post sichten wird. Sie wird in Ihrem Namen mit Versicherungen, Banken und Ämtern verhandeln. Im Falle, dass die von Ihnen beauftragte Person selber nicht mehr im Stande sein sollte das Amt zu übernehmen kann es von Vorteil sein auch eine Ersatzperson zu bezeichnen.

Im Vorsorgeauftrag können Sie verschiedenes Regeln, im Wesentlichen sind dies drei Themenbereiche: Personensorge, Vermögenssorge & Vertretung im Rechtsverkehr.

Bei der Personensorge geht es um persönliche Angelegenheiten und Hilfe im Alltag (Fragen ums Wohnen). Die Vermögenssorge befasst sich mit den finanziellen Fragen (Erledigung von Zahlungen). Schliesslich befasst sich die Vertretung im Rechtsverkehr damit, dass die beauftragte Person Verträge in ihrem Namen abschliessen kann.

Da der Vorsorgeauftrag unter Umständen viel Arbeit mit sich bringen kann, ist es empfehlenswert der beauftragten Person eine Entschädigung zukommen zu lassen.

Zur Sicherheit sei an dieser Stelle empfohlen seinen Vorsorgeauftrag eintragen zu lassen (nicht hinterlegen). Dazu wenden Sie sich ans Zivilstandsamt. Dieses vermerkt, dass ein Vorsorgeauftrag existiert und wo er aufbewahrt wird. Eine solche Eintragung kosten so um die CHF 100.00. Worin liegt der Vorteil einer Eintragung? -> Erfährt die KESB, dass jemand urteilsunfähig geworden ist, muss sie beim Zivilstandsamt nachfragen, ob für diese Person ein Vorsorgeauftrag besteht. So ist sichergestellt, dass Ihre Anweisungen zum Tragen kommen. Wichtig ist, dass, sollte sich Ihre Lebensumstände ändern, dass sie auch den Vorsorgeauftrag abändern (Sätze streichen, neue hinzufügen oder auch ein Zusatzblatt schreiben) oder ersetzen (Vernichten Sie den «alten» Auftrag samt allen Kopien!)

Wir empfehlen: Lassen Sie sich beraten!

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